«Sorgenfrei und sicher». Aktion für unsere Hütten

Die Hütten gehören zum SAC wie der Gämsbock zu unserem Signet. Als Herzstück des Clublebens auf Sektionsebene sind sie für die meisten unter uns mit unvergesslichen Hüttenabenden, aber auch mit Stunden und Tagen von Freiwilligenarbeit verbunden. Und oft bilden die Hütten für (Noch-) Nichtmitglieder den ersten Bezug zum SAC. Allen Anstrengungen zum Trotz reichen die finanziellen Mittel aus der Hüttenbewirtschaftung für den Erhalt unserer Hütten nicht aus.

Beinahe jedes SAC-Mitglied verbindet persönliche Bergerlebnisse mit SAC-Hütten. Als bei der Diskussion 1997 um die neue Hüttenpolitik und insbesondere um ihre Finanzierung das Aufgeben einzelner Hütten zur Sprache kam, wandte sich im Umfrage-ergebnis eine grosse Mehrheit gegen ein solches Ansinnen. Die Silberhornhütte mit gerade mal 72 Übernachtungen pro Jahr sollte ebenso erhalten bleiben wie die Britannia mit weit über 7000 Übernachtungen jährlich.

Wer als Gast auf einer Hütte ist, realisiert häufig nicht, welche finanziellen Aufwendungen dahinter stecken, dass sie überhaupt betrieben werden kann. Sanierungen bzw. Anpassungen an veränderte Bedürfnisse der Hüttengäste und an Anliegen aus dem Bereich des Umweltschutzes können längerfristig durch die Einnahmen aus dem Hüttenbetrieb allein nur schwer finanziert werden. Eine Konsequenz daraus ist die Einführung des zweckgebundenen Hüt-tenfrankens zu Beginn dieses Clubjahres. In der Meinungsbildung zur neuen Hüttenpolitik hat eine höhere fixe Abgabe für alle Mitglieder, die den Erhalt aller Hütten sichern würde, aber keine Mehrheit gefunden.

Das Wohlergehen der SAC-Hütten liegt sehr vielen Clubmitgliedern am Herzen. Das hat sich auch 1998 gezeigt, als der Zentralvorstand zum ersten Mal einen Aufruf zur freiwilligen Spende für den Unterhalt und die Sanierung der SAC-Hütten wagte. Damals sind rund ein Drittel aller Mitglieder diesem Aufruf gefolgt. Gestützt auf diese positive Erfahrung und auf die vielen guten Reaktionen hat der Zentralvorstand einen zweiten Spendenaufruf beschlossen. In diesen Tagen erhalten Sie als SAC-Mitglied einen Brief mit der Bitte für einen freiwilligen Hüttenbeitrag und den Falt-Ratgeber «Sorgenfrei und sicher».

Die Hüttenpolitik des SAC basiert auf dem Solidaritätsprinzip: Jede Hütte liefert eine von der Übernach-tungszahl und vom Bewirtungsumsatz abhängige Taxe an den Hüttenfonds des Zentralverbands ab, was heisst, dass stark belegte Hütten abliefern als schwach besuchte. Durch diese Form der Abgaben - diese fliessen in den zentralen Hüttenfonds, aus dem Umbauten und Unterhaltsarbeiten subventioniert werden - wird der in unserm Club wichtige Solidaritätsgedanke zwischen grossen und kleinen - oder bezogen auf die Hüttenerträge zwischen «besseren» und «schlechteren» - Hütten wirklich gelebt. Die Spenden, die ebenfalls Teil dieses Solidaritätsge-danken sind, werden ebenfalls in diesen zentralen Hüttenfonds fliessen und so allen Hütten zugute kommen.

Der dem Spendenaufruf beigelegte praktische Falt-Ratgeber «Sorgenfrei und sicher» gehört in jeden Tourenrucksack! Darin finden sich die wichtigsten Angaben wie Ausrüstungs-checkliste und Erste-Hilfe-Massnah-men im Gebirge, zusammengestellt vom Rega-Arzt Hans Jacomet. Nur wer über genügend Wissen verfügt, kann sorgenfrei und sicher unterwegs sein.

Sorgenfrei und sicher soll auch die Zukunft unserer Hütten sein. Dazu trägt jede einzelne Spende bei. Auch Ihre! Vielleicht besuchen Sie in den kommenden Wochen die eine oder andere unter ihnen, um zu erfahren, was Ihr Beitrag zu «Sorgenfrei und sicher» bewirkt, vor allem aber, dass das Hüttenleben noch immer ein aussergewöhnliches Erlebnis ist.

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