Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

Balfrin 3796 m Hochtouren

Der Balfrin ist ein Raum greifender Berg mit einem besonderen Charakter. Gegen SW und SE zeigt er zwei felsige Flanken, gegen NW (zum Bigerhorn) und NE (zum Lammenhorn) zwei vergletscherte Grate. Zwischen diesen Gratkämmen eingebettet liegt ein recht respektabler Gletscher, der Balfringletscher, der sich auf der N-Seite des Berges ins Tal des Schweibbaches absenkt, wo er sich noch bis fast 2700 m behaupten kann. Auf dem NW-Grat befindet sich ausserdem ein mit 3782 m vermessener Nebengipfel (Balfrin-Nordwestgipfel). Der Balfrin ist mit der Bordierhütte und der Mischabelhütte recht gut erschlossen, trotzdem gehört er eher zu den stilleren Bergen mit vergleichbarer Bedeutung und Höhe.

Wie viele Berge im Saastal stellt auch der Balfrin für die Namensforscher eine Knacknuss dar. Der eigenartige Name lässt sich nicht mit Sicherheit ableiten. Auf älteren Kartenwerken ist der Berg als «Balfrinhorn» oder «Balenfirn» verzeichnet, eine volksetymologische Deutung, wenn auch eine durchaus logische Bezugnahme auf das Dorf Saas-Balen, das zu Füssen des Balfrin liegt. Falls wirklich ein Bezug zu Saas-Balen besteht, könnte auch die keltische Deutung dienen : «balm» heisst Höhle, Unter- stand. Auch die Vertreter der «Sarazenenhypothese» haben eine Erklärung zu diesem geheimnisvollen Namen: arab. bal = gross, aïn = Quelle. Die Saaser nennen den Berg übrigens «ts Bal’frii».

Die Normalrouten auf den Balfrin sind nicht schwierig. Er wird sehr oft zusammen mit dem Ulrichshorn überschritten. Die Routen auf der N- und E-Seite sind Steinschlag ausgesetzt. Wir haben sie deshalb weggelassen.

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