Dafür werden deine Spendengelder eingesetzt Die Natur und Hüttengäste sind die Gewinner

Rund eine Million Berggehende arbeiten sich Jahr für Jahr in eine der 153 SAC-Hütten hoch. Rund ein Drittel davon übernachtet auch dort oben. Das stellt grosse Herausforderungen an die Infrastruktur der SAC-Hütten aber auch an ihre Zustiege. Denn die Sicherheit der Hüttengäste sowie die Schonung der Natur stehen an oberster Stelle. Damit dies gewährleistet werden kann, sind immer wieder kleinere und grössere Unterhaltsarbeiten nötig.

Neuer Anbau, neue Photovoltaikanlagen, neuer Essraum: Viele Renovationen an den SAC-Hütten sind offensichtlich. Doch es gibt auch kleinere Arbeiten, von denen die Natur, Hüttengäste und das Hüttenteam profitieren und die man nicht auf den ersten Blick sieht. Auch sind es nicht immer Umbauten an den Hütten selber, manchmal sind es die Hüttenzustiege, die ausgebessert oder sicherer gemacht werden. Eines ist ihnen allen aber gemeinsam: Bauen im Hochgebirge ist teuer und nur möglich dank den wertvollen Spenden unserer Gönnerinnen und Gönner. Im Folgenden stellen wir ein paar dieser Projekte vor, die diesen Sommer realisiert werden. 

Spektakulärer neuer Zustieg zur Fründenhütte

Wer in Kandersteg aus dem Zug steigt und den Blick gegen die Blüemlisalp richtet, konnte den «Spitzen Stei» bereits erspähen – bis vor ein paar Monaten. Jahrhundertelang thronte der Monolith, der aussah wie Obelix' Hinkelstein, unterhalb des Doldenhorns über dem Öschinensee. Ein Wächter des Tales. Jeder, der das Doldenhorn schon einmal bestiegen hat, kannte diesen Orientierungspunkt. Doch im letzten Winter ist der oberste Teil des «Spitzen Stei» abgebrochen. Nun droht er gänzlich zu verschwinden, ins Tal zu donnern, samt der Bergflanke, auf der er steht. Eineinhalb Quadratkilometer sind in Bewegung. Stichwort auftauender Permafrost. 

Der bisherige Zustieg zur Fründenhütte SAC vom nördlich gelegenen Öschiwald her ist unmittelbar von dieser Gefahr betroffen und bis auf Weiteres gesperrt. Der neue Zustieg hat es in sich. Er führt über die Fründenschnuer, ein ausgesetzter Weg, der horizontal durch eine mächtige Felswand führt und bisher nur Alpinisten, Gämsen und Steinböcken vorenthalten war. Für die Begehung sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unabdingbare Voraussetzungen. Wer auf der anderen Seite des Sees steht und die Wand frontal anschaut, mag kaum glauben, dass es dort für Berggänger ohne Superkräfte ein Durchkommen gibt. 

Doch dank dem unermüdlichen Einsatz Freiwilliger der Sektion Altels können nun auch erfahrene T4-Wanderer diesen Abschnitt in Angriff nehmen. Die fleissigen Helfer haben Material hochgeschleppt, gepickelt und gebohrt. Die Fründenschnuer ist nun verbreitert und ausgebessert, zu einem offiziellen Alpinen Bergeweg T4 hergerichtet und somit weiss-blau-weiss markiert und mit Stahlseilen gesichert – ein Klettersteigset und Helm werden allerdings empfohlen. Mit dieser Variante verlängert sich der Zustieg zur Fründenhütte zwar um eine Stunde, dafür wird man aber mit einem atemberaubenden und unvergesslichen Tiefblick auf den Öschinensee belohnt. 

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Mit deiner Spende kann ein Teil der Kosten gedeckt und der Erhalt der SAC-Hütten gesichert werden. Spendenkonto 30-541118-8 IBAN: CH03 0900 0000 3054 1118 8

Frisches Quellwasser für die Zapporthütte

Die Zapporthütte SAC zuhinterst im Zapporttal bei Hinterrhein steht wortwörtlich zwischen «Höll» und «Paradies» – so lauten die Flurnamen auf der Landeskarte von Swisstopo knapp unter und knapp über der Hütte. Das Paradies lässt sich einfach nachvollziehen, die Zapporthütte ist eine ursprüngliche im einfachen Stil gehaltene Hütte mit wenig Komfort dafür aber umso gemütlicher mit der urchigen Holzstube und grandioser Aussicht auf die etlichen Gipfel der Umgebung, die fast alle die 3000er Grenze knacken. 

Damit dieses einzigartige Fleckchen paradiesisch bleibt, wurden ein paar Verbesserungen an der Wasserversorgung vorgenommen. Das Wasser wurde bis anhin nur oberflächlich gefasst – so trat Oberflächenwasser in den Wassertank ein, was eine Verunreinigung des Trinkwassers wahrscheinlich machte. Eine umfassende Sanierung der Trinkwasserversorgung drängte sich deshalb auf. Neu dürfen sich die Hüttengäste und das Hüttenteam über herrlich frisches Quellwasser freuen, das nicht weit von der Hütte gefasst wird und womit sich Hartgesottene vor der Hütte am Brunnen waschen. Da der SAC wenn möglich immer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe fängt, hat die hüttenbesitzende Sektion Rätia gleichzeitig auch noch die Abwasserentsorgung auf den neusten Stand gebracht und eine biologische Kleinkläranlage gebaut. Die Natur dankt. 

Freie Sicht auf die Bergwelt von der Cabane de Chanrion

Hinten am Mauvoisin-Stausee im Val de Bagnes treffen sich auf der Cabane de Chanrion CAS seit 1938 Alpinisten und Familien. Im Winter ist sie zudem ein wichtiger Etappenort für Skitourenfahrer, die auf der Haute Route von Chamonix nach Zermatt unterwegs sind. Die traditionelle steinerne SAC-Hütte der CAS Section Genevoise wurde letztmals 1986 renoviert. Damit die Hütte und der Hüttenbetrieb auch in Zukunft sichergestellt ist, braucht es eine umfassende Renovation wie auch eine Erneuerung der Wasserversorgung.  

Die Hütte wird mit einem Kubus im Osten ergänzt. Das dient vor allem dazu, die betrieblichen Abläufe zu vereinfachen. Gleichzeitig wird die Anzahl Betten von heute 73 auf neu 60 reduziert. Der Charme der alten Hütte soll aber erhalten bleiben. Bei der Aussicht allerdings gehen die Architekten keine Kompromisse ein – zum Glück. Denn der neue Aufenthaltsraum wird mit grossflächigen Fenstern versehen. Gut möglich, dass es dem einen oder anderen Hüttenbesucher bei dieser Aussicht auf die eindrückliche Bergwelt den Atem verschlägt. 

 

 

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