Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

COVID-19

Alle SAC-Hütten sind geschlossen.

Um alpine Notfälle während der aktuellen Corona-Krise zu verhindern und medizinische Kapazitäten freizuhalten, bittet der SAC alle Bergsportlerinnen und Bergsportler, vorläufig auf Berg- und Skitouren zu verzichten.

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Überschreitung Drättehorn – Hoganthorn – Schwalmere Drättehorn 2793 m

  • Schwierigkeit
    T4
  • Aufstieg
    5 h, 1100 Hm
  • Abstieg
    3:45 h, 2300 Hm

Mächtige Überschreitung mit kürzeren Varianten

Diese lange Überschreitung über drei Gipfel braucht vor allem im Abstieg einiges an Ausdauer und auf den Gipfeln etwas Geschick im Fels und Geröll. Eher genussorientierte Wanderer sollten sich aber nicht gleich abschrecken lassen. Jeder Gipfel ist auch für sich allein eine sehr lohnende Tour.

Routenbeschreibung

Seilbahnstation Birg – Chilchfluepass

Von der Seilbahnstation Birg auf dem markierten Bergwanderweg hinunter zur Schilthornhütte, dann steil und etwas staubig-rutschig hinauf zur Bietenlücke. Dahinter ebenso steil hinunter ins Soustal (Wegspur unterbrochen, Schnee bis weit in den Sommer). Danach wieder aufwärts südwestlich über Hüenderegg zum Chilchfluepass (2454 m).

Chilchfluepass – Drättehorn

Vom Chilchfluepass gegen Norden auf Wegspuren (nicht mehr markiert) über die Chienegg in den Sattel P. 2523. Von dort westwärts durch Gras- und Geröllhänge (Wegspur) um das Felsband südlich des Drättehorns herum auf dessen Westgrat. Man kann das Felsband auch ca. 100 m vor dessen Westende in leichter Kletterei über gebänderten Fels überwinden (verblasste blaue Markierungen, I–II, T5–, bei Nässe oder Eis heikel). Über den Westgrat (kurze Kraxelstellen) bis unter den markanten Gipfelaufbau. Über Bänder und Geröll auf den Gipfel des Drättehorns.

Drättehorn – Hoganthorn – Sattel P. 2673 (Beginn Bergwanderweg)

Vom Drättehorn zurück unter den Gipfelaufbau, dann durch die Nordwesthänge im kurzzeitig etwas mühsamen Geröll zum Verbindungsgrat zum Hoganthorn und auf dem Grat oder etwas westseitig weiter. Eine erste Felsbastion (P. 2735) wird links (westlich) umgangen. Vom nächsten Sattel kann direkt über den Grat das Hoganthorn bestiegen werden. Vom Hoganthorn ein kurzes Stück zurück in einen Hang aus feinerem Schutt. Durch diesen gegen Westen absteigen. Im anschliessenden Fels- und Blockgelände wieder leichte Kraxelei (scharfes Gestein) bis in die Schuttflächen unter dem Gipfel. Weiter über den breiten, feinschuttigen Grat zum Sattel P. 2673, wo der markierte Bergwanderweg beginnt.

Sattel P. 2673 – Schwalmere – Abstieg nach Grütschalp

Vom Sattel P. 2673 auf markiertem Bergwanderweg auf die Schwalmere. Abstieg zurück in den Sattel und weiter auf dem Bergwanderweg gegen Nordosten. Etwa bei P. 2371 vor den Lobhörnern den Weg verlassen und nach Osten in den Trichter des Chantbachs weitergehen. Über steile Grashänge mit einzelnen, nicht markierten Wegspuren entlang des Baches absteigen, durch eine Engstelle (südl. von P. 2351) und wieder in breitere Hänge, wo die Wegspuren deutlicher sind. Ins Soustal hinunter und wieder auf Bergwanderweg nach Sousläger und durch den Spryssewald nach Grütschalp (mehrere markierte Wanderwege; der Weg via P. 1542 ist der kürzeste).

Variante: Rückweg vom Drättehorn zum Schilthorn

Vom Gipfel des Drättehorns gleiche Route zurück zum Chilchfluepass und ein Stück weiter bis Hüenderegg. Nun südwärts durch die sehr steile Flanke zwischen Chilchflue und Schilthorn aufsteigen (Pickel nützlich). Im erdig-schuttigen Hang gibt es verschiedene Wegspuren. An warmen Tagen, wenn der Boden weich ist, bietet der Aufstieg kaum Probleme. Bei gefrorenem Boden (nordexponiert!) ist der Aufstieg jedoch schwierig und gefährlich. Man erreicht die Grathöhe westlich oder östlich von P. 2828. Danach auf dem Bergwanderweg zum Schilthorn. 2 Std., T5–, bis weit in den Sommer Schneefelder. Bei guten Verhältnissen kann die Flanke auch im Abstieg begangen werden und dient so als kürzerer Zustieg zum Drättehorn.

Zusatzinformationen

Ausgangspunkt

Birg (Schilthornbahn) (2684 m)

www.schilthorn.ch

Endpunkt
Schwierigkeit / Material

Lange Tour mit sehr vielen Abstiegshöhenmetern, aber ohne grössere Schwierigkeiten. Einige Geröllpartien, die sicheres Gehen im losen Gestein erfordern. Leichte Kraxelei am Drätthorn und am Hoganthorn (I). Auf der Nordwestseite der Bietenlücke bis weit in den Sommer steile Schneefelder.

Wegpunkte

Schilthornhütte (2432 m)

Kurz nach Beginn der Wanderung erreicht man diese Hütte.

Bietenlücke (2639 m)

Übergang im ersten Teil der Tour von Birg zum Chilchfluepass.

Chilchfluepass (2453 m)

Beginn des unmarkierten und teilweise weglosen Teils der Überschreitung.

Hoganthorn (2775 m)

Zweiter Gipfel auf dieser grossen Überschreitung.

Schwalmere (2777 m)

Dritter Gipfel auf dieser grossen Überschreitung.

Sattel (BE, Schilthorn) (2798 m)

Diesen Sattel erreicht man auf der Rückweg-Variante vom Drättehorn zum Schilthorn.

Schilthorn (BE) (2969 m)

Endpunkt der Variante vom Drättehorn zurück.

Nachbargipfel

Höji Sulegg (2413 m)

Wunderschöne Überschreitung des ganzen Kammes vom Kleinen Lobhorn bis zur Höji Sulegg, zum Beispiel von Sulwald aus via Lobhornhütte SAC. T3+. Wegspuren mit kurzen exponierten Stellen.

Kleines Lobhorn (2519 m)

Wunderschöne Überschreitung des ganzen Kammes vom Kleinen Lobhorn bis zur Höji Sulegg, zum Beispiel von Sulwald aus via Lobhornhütte SAC. T3+. Wegspuren mit kurzen exponierten Stellen.

Autor / Autorin

Sabine und Fredy Joss

Alpinwandern, Klettern und andere Bergsportdisziplinen sind die Leidenschaft von Sabine und Fredy Joss. Fredy schreibt und fotografiert seit vielen Jahren für den SAC-Verlag und die Clubzeitschrift Die Alpen. Sabine ist Biologin und Exkursionsleiterin.

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