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Seit dem 11. Mai dürfen die SAC-Hütten ihre Türen wieder öffnen und Bergtouren sind ebenfalls wieder möglich – halte dich aber an die bestehenden Vorgaben des Bundesrates und unsere Verhaltensempfehlungen.

Gesteinszone 15: Der Bergeller Granit Grobkörniges, raues Granitgestein für Traum-Klettertouren

Der Bergeller Granit ist korrekterweise ein Granodiorit und Tonalit

Der schweizerische Anteil der Bergeller Berge macht mit 70 km2 nur gerade 0.17% der Landesfläche aus – aber die haben es in sich! Für welche Bergsteigerinnen und Kletterer gibt es dort keine Tourenträume – von der Ago di Sciora bis zur NE-Wand des Piz Badile! Die wilde Natur dieser Berggruppe ist geologisch bedingt. Sie besteht aus einem granitischen Pluton (Tiefengesteinskörper), welcher nicht wie alle andern «Alpengranite» während der variszischen Gebirgsbildung vor rund 300 Mio. Jahren, sondern während der Alpenbildung vor etwa 30 Mio. J. entstanden ist, und zwar nach der Hauptphasen der Deckenbildungen und Gesteinsmetamorphose. Blutjung also! So können wir in dieser Berggruppe die Verhältnisse in einem ungestörten magmatischen Pluton bewundern, etwa die vielen hellen Spaltengesteine (Gänge) von Aplit und Pegmatit. Der Hauptteil entsteht aus Granodiorit (eine Varietät von Granit) mit bis über 10 cm grossen, klötzchenartigen Kalifeldspat-Einsprenglingen. Am Südrand schliesst sich eine Zone mit einem dunkleren Gestein, Tonalit, an.

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