Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

Von der Oberaarjochhütte SAC (Normalroute) Scheuchzerhorn 3456 m

  • Schwierigkeit
    WS
  • Aufstieg
    3–3:30 h, 440 Hm
  • Abstieg
    3:30–4:30 h, 440 Hm

Das Scheuchzerhorn (3456 m) wird im Sommer nicht mehr so oft bestiegen. Zu Unrecht! Das Scheuchzerhorn bietet alles, was eine leichte, für Einsteiger geeignete Bergtour bieten kann: Einen interessanten Zustieg zur Oberaarjochhütte, dem Ausgangspunkt für diese Tour, einen nicht allzu strengen und nicht allzu schwierigen Aufstieg und eine wunderbare Aussicht. Ein schneller Abstieg direkt auf den Oberaargletscher und zurück zur Staumauer Oberaar machen die Tour zu einer idealen Zweitagesunternehmung. Zudem ist die Chance gross, dass man alleine am Berg ist. Auch die Erschliessungsgeschichte des Scheuchzerhorns ist spannend. Der Gipfel wurde zu Ehren des Natur- und Alpenforschers Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) benannt. Zur Namensgebung kam es im Jahr 1840, als die einheimischen Bergführer den vorwiegend aus Neuenburg stammenden Gletscherforschern keine Auskunft über die Namen einiger Gipfel im Unteraargebiet geben konnten. Also benannten die Neuenburger Wissenschaftler die Gipfel nach berühmten Schweizer Naturforschern: Scheuchzerhorn, Grunerhorn, Altmann, Studerhorn, Escherhorn, Hugihorn. Der Anführer der Expedition, Louis Agassiz, wurde mit dem Agassizhorn ebenfalls verewigt.

Routenbeschreibung

Oberaarjochhütte 3256 m - Scheuchzerhorn 3456 m

Von der Oberaarjochütte (3256 m) hinunter ins Oberaarjoch. Dann nach links, nordostwärts, zuerst fast horizontal, nur wenig unterhalb der Oberaarhorn-E-Flanke über den zerschrundeten Gletscher, dann schräg rechts abwärts und am Fuss des von P. 3499 herabstreichenden Felssporns rechts vorbei. Die darauffolgende Mulde ansteigend, zum Fuss des Scheuchzerhorn-SE-Sporns queren. Von da nach Norden auf dem Firn am Fuss der östlichen Felsen des Sporns hinauf, bis dieser vom Firn her auf ca. 3320 m über eine Felsstufe betreten werden kann (bei starker Ausaperung kann dies schwierig sein). Weiter auf Firn oder Geröll den Sporn nach Norden hinauf an die brüchigen Gipfelfelsen und durch diese zum höchsten Punkt.

Abstieg direkt auf den Oberaargletscher

Vom Gipfel des Scheuchzerhorns (3456 m) über den Rücken gegen Südosten absteigen, bis man auf den Gletscher gelangen kann. Über den Gletscher Richtung Scheuchzerjoch absteigen. Kurz vor dem Scheuchzerjoch gegen Süden abdrehen und nordöstlich vom Tieralpi zu P. 2580 und auf den Oberaargletscher. Über diesen zum Oberaarsee und über den Wanderweg an dessen linken Ufer zur Staumauer des Oberaarsees. 3½–4½ Std.

Zusatzinformationen

Ausgangspunkt
Endpunkt

Berghaus Oberaar (2337 m)

Das Berghaus Oberaar hat keine ÖV-Anbindung und ist auf einer Fahrstrasse erreichbar (wechselseitiger Einbahnbetrieb). Zu Fuss erreicht man es von der Postautohaltestelle auf dem Grimselpass über das lokale Bergwegnetz via Triebtenseewli in ca. 1½ Std. Infos zur Strassenöffnung: www.grimselwelt.ch/grimselhotels/oberaar

Wegpunkte
Historisches

Erste Besteigung durch E. J. Häberlin mit Andreas und Johann von Weissenfluh am 30. Juli 1872.

Autor / Autorin

Marco Bomio

Marco Bomio arbeitete über 30 Jahre als Lehrer in Grindelwald, bevor er seine Nebenbeschäftigung als Bergführer zum Hauptberuf machte. In der Sektion Grindelwald war er zuerst JO-Chef und später Präsident. Seit 10 Jahren leitet er das Grindelwald Museum.

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