Editorial

Tourentipp

Auf den Spuren von Maurice Zermatten
Auf den Spuren von Maurice Zermatten

Auf den Spuren von Maurice Zermatten

Der Schriftsteller Maurice Zermatten scheuerte im Val d' Hérens manchen Hosenboden durch, bevor er ebenso viele Bleistifte für die Werke verbrauchte, die er über diese Gegend schrieb. Seine Schriften begleiten den Wanderer auf der hier beschriebenen, dreitägigen Wanderung. Sie führt ihn auf den Weg, der Zermatten gewidmet ist, sowie auf den Abstieg durchs wilde Val de Réchy. Der Walliser Romancier beschwört besser als jeder andere das Fantastische herauf, das diese Gegend durchdringt. Fast jede Stufe im Aufstieg erzählt vom Dasein in früheren Tagen und lässt die Legenden, die ihm die Würze geben, aufl eben. Es war ein hartes Leben in einer feindlichen Umwelt, der jedes Feld, jedes Gebäude nur mit Schweisstropfen auf der Stirn und gegen die Herausforderungen der Wetterlaunen abgerungen werden konnte.  
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Kantentanz am Priesterhut
Kantentanz am Priesterhut

Kantentanz am Priesterhut

So beliebt das Tessin bei Kletterern ist, hat es doch einen Nachteil: Im Sommer ist es an vielen Orten schlicht zu heiss, um zu klettern – ausser man steigt in die Höhe, zum Beispiel zum Pizzo del Prévat.  
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Über die Südwestseite auf die Diablerets
Über die Südwestseite auf die Diablerets

Über die Südwestseite auf die Diablerets

Das auf der Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Wallis gelegene Diablerets-Massiv weist geheimnisvolle und bemerkenswert einsame Seiten auf. Dies, obwohl der aussergewöhnliche Aussichtspunkt bei Skifahrern wegen der Bahnen, die ihnen den langen Aufstieg abnehmen, gut bekannt ist. Die hier vorgeschlagene Route ist anspruchsvoll und verlangt ein ausgezeichnetes Gespür für den Weg, bietet aber jedem Berggänger ein Erlebnis in einer kaum berührten und intakten Natur.
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Neue Routen

Wissen

Neues von der Wetterfront
Neues von der Wetterfront

Neues von der Wetterfront

Der nationale Wetterdienst der Schweiz investiert laufend in die Verbesserung seiner Prognosen. Dazu gehört ein neues Wettermodell, das für den Alpenraum optimiert wurde.
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Stark und Schnell

Aus für Kletter-WM in der Schweiz
Aus für Kletter-WM in der Schweiz

Aus für Kletter-WM in der Schweiz

Die Weltmeisterschaften im Sportklettern 2009 finden nicht in Grindelwald statt. Mitte Juni hat das Organisationskomitee aus Grindelwald aufgrund finanzieller Risiken seinen Rückzug bekannt gegeben. Für den Schweizer Alpen-Club SAC und das Schweizer Sportklettern hätte die WM in Grindelwald den Höhepunkt einer vierjährigen Planung darstellen sollen. Mit zwei Weltcups ( Bouldern in Grindelwald und Lead in Zürich ) hatte man sich das nötige Know-how angeeignet, um für diesen Grossanlass vorbereitet zu sein. Das WM-OK Grindelwald hatte bereits im Mai dieses Jahres signalisiert, dass es nicht in der Lage sein wird, die Weltmeisterschaften im Sportklettern durchzuführen. Dies, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits beträchtliche Sponsoring-summen sichergestellt waren. Auch die verschiedenen Vorschläge des SAC für eine Sicherung dieses wichtigen Anlasses vermochten das OK nicht mehr zu überzeugen. Der SAC als verantwortlicher Sportverband gab in der Folge den Grossanlass an den Internationalen Sportkletter-Verband IFSC zurück. Kurz darauf konnte der IFSC mit Xining in der chinesischen Provinz Qinghai einen neuen Veranstalter für die WM präsentieren. Die Sportkletter-Weltmeisterschaften werden damit zur grossen Enttäuschung vieler nicht in Grindelwald, sondern Ende Juni 2009 erstmals ausserhalb Europas ausgetragen.
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Schwere Zeiten für Schweizer
Schwere Zeiten für Schweizer

Schwere Zeiten für Schweizer

Mit dem Einsetzen des Monsuns Anfang Juni endete die Frühlingssaison 2008 an Nepals Bergen. Dank relativ guten Verhältnissen am Everest standen erneut sehr viele Bergsteiger auf dem höchsten Gipfel. Eine Besteigung ohne Sauerstoff endete jedoch tragisch: Der Tessiner Gianni Goltz starb beim Abstieg an Erschöpfung. Dramatischer Endpunkt der Saison war wohl Ueli Stecks und Simon Anthamattens Versuch, einen spanischen Bergsteiger an der Annapurna zu retten.
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Tragödie an der Annapurna
Tragödie an der Annapurna

Tragödie an der Annapurna

Drei Wochen nach den Ereignissen an der Annapurna im Mai (vgl. vorangehenden Bericht) sassen wir mit Ueli Steck im Vorgarten seiner Wohnung im bernischen Ringgenberg. Der Spitzenalpinist erklärte, wie es zum Rettungsversuch kam und warum sich seine Einstellung zum Höhenalpinismus dennoch nicht geändert hat.
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Club

Virgile Rossel, Dichter der Berge
Virgile Rossel, Dichter der Berge

Virgile Rossel, Dichter der Berge

Virgile Rossel, Autor, Dramaturg, Rechtsprofessor und Bundesrichter in Lausanne, dessen 15O. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, war ein leidenschaftlicher Berggänger und ein treues SAC-Mitglied. Als Dichter widmete er zahlreiche seiner Werke den Bergen und ihren Bewohnern. Er wird im September anlässlich einer Kulturwoche in Tramelan gefeiert. 1 Virgile Rossel wird am 19. März 1858 in Tramelan im Berner Jura in eine Familie von Bauern und Uhrmachern geboren. Er streift schon als Kind durch die nahe gelegenen Berge und lernt deren « raue Schönheit und unvergleichlichen Charme » lieben. Mit seinem Vater und seinem Grossvater geht er am Sonntagnachmittag auf die Weiden von Cernil oder Les Places, wo er den Kälbern während der Sömmerung « etwas zum Schle-cken » bringt. Fasziniert sieht er von dort am fernen Horizont die Berner Alpen. Später, als er studiert, unternimmt er Ausflüge auf die Gipfel der Region, am liebsten auf den Chasseral, der ihm den einmaligen Blick auf die Seen und das Mittelland bietet. « Dahinter die Mauer der Voralpen und ganz hinten die glän- Fotos: Aus dem Buch Cet étonnant Vir gile v on Jeanne Fell-Doriot zende Kette der Eis- und Schneeriesen mit dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. » Mitglied des SAC 1883 wird Virgile Rossel als Rechtsprofessor nach Bern berufen. Von da an durchstreift er jeden Sommer die Alpenregionen, beginnend mit den Pässen, Gletschern und Gipfeln des Berner Oberlands. 1896 tritt er der SAC-Sektion Bern bei. Mit seinen Freunden entdeckt er die Walliser Täler, von wo aus er zahlreiche Besteigungen unternimmt. Aber es ist vor allem « das Val d' Anniviers mit dem wunderbaren Dorf Zinal », für das er sich häufig für Ferien mit der Familie entscheidet und das er als Umfeld für die Idylle « Nivoline » wählt, das wichtigste Gedicht der Sammlung « Là haut sur la Montagne ». Bei einem Aufenthalt in diesem Dorf ermuntert der Poet und Alpinist seine Frau dazu, mit ihm einen Viertausender zu besteigen, vermutlich das Bishorn. Die Besteigung gelingt und gilt zu jener Zeit als ausserordentliche Leistung für eine Frau. Ein romantischer Alpinist Nach seiner Wahl ans Bundesgericht in Lausanne bleibt Rossel ein aktives Clubmitglied, wechselt aber in die Sektion Les Diablerets. Die Alpen inspirieren ihn zu weiteren Erzählungen, so für die erste der Berner Novellen mit dem Titel « Le Torrent ». Graubünden, wo er seine letzten Ferien verbringt, liefert ihm das Thema für den Roman « Anne Sentéri », eine schöne und düstere Liebesgeschichte, die auf einer Geschichte beruht, die man ihm erzählte. Die Personen, die Virgile Rossel in Szene setzt, vom Hirten bis zum Bergführer, von der schönen Magd bis zur grossherzigen Bäuerin, gehören einer längst vergangenen Epoche an, aber sie berühren uns durch ihren allgemeingültigen Charakter. Ausserdem gelingt dem Dichter in einigen Novellen und Alpenromanen wie in seinen Gedichten die Schilderung der Intimität und der gemütlichen Ambiance der Hütten. Er beschreibt wunderbar die Schönheit der Alpenrosen und Enziane, « blauer als der Himmel », sowie das Spiel von Morgen- und Abenddämmerung auf den Felsen, Gletschern, dem Schnee und den Firnfeldern. Rossel wollte uns zeigen, was wir sehr hochhalten sollen: « Le pur, le grand, le libre et le joyeux amour. Qu'inspire l' Alpe vue à travers un beau jour .», 1 Informationen zum 15O. Geburtstag von Virgile Rossel: www.tramelan.ch/images/uplux/ depliant_verso.pdf
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Service

Virtuelle Erschliessung der ALPEN
Virtuelle Erschliessung der ALPEN

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Das Forschungsprojekt « Text+Berg digital » der Universität Zürich erfasst das SAC-Jahrbuch und die ALPEN in digitaler Form. Wer alte Jahrbücher oder ALPEN abgeben möchte, kann damit das Projekt unterstützen.
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